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Überprüfung der Passform

Vor der Überprüfung des Sattels sollte man sich ein Bild von dem zu besattelnden Pferd und seinem körperlichen Entwicklungszustand machen. Ein junges Pferd in der Wachstumsphase wird Muskulatur aufbauen und breiter werden. Ein älteres Pferd baut bestimmte Muskulatur wieder ab und wird auch früher oder später eine ausgeprägtere Sattellage bekommen.
Man sollte auch überprüfen oder erfragen wie das Pferd sich unter dem Reiter bewegt. Ob es den Rücken aufwölbt oder wegdrückt. Wie es Kopf und Hals trägt. Es macht wenig Sinn prinzipiell von einer korrekten Haltung auszugehen, da viele Pferde hiervon mehr oder weniger weit entfernt sind.

Alle Lebewesen (nicht nur die Menschen) sind unsymmetrisch. Ab einem gewissen Grad kann dies für die Lage des Sattels problematisch werden. Man überprüft den Pferderücken diesbezüglich, indem man sich so hinter das Pferd stellt, daß man über die Mitte der Kruppe auf die Schulter sehen kann (zur Not mittels eines Hockers). Dabei muss das Pferd auf einer geraden und waagerechten Fläche geschlossen und alle vier Gliedmaßen gleichmäßig belastend stehen. Dies erreicht man am besten, wenn sich jemand vorne vor das Pferd stellt und das kontrolliert. Eine weitere Person sollte die Mähne im Bereich der Schulter beiseite halten, da diese eine Beurteilung sehr erschweren kann.

Wenn man jetzt also über die Mitte der Kruppe über die Wirbelsäule auf die Schulter blickt, sieht man bei unsymmetrischen Pferden sehr deutlich, daß z. B. die eine Schulter stärker ist als die andere. Oft sind auch die Positionen der Schulterblätter in der Höhe oder in der Länge sehr unterschiedlich, oder die Wölbung der Rippen ist ungleich. Bei manchen Pferden verläuft die Wirbelsäule auch nicht gerade. All diese Asymmetrien können erhebliche Probleme beim Besatteln eines Pferdes mit sich bringen. Sie erklären auch oft, warum auf einem bestimmten Pferd die Sättel immer zu einer Seite rutschen.

Unterschiede im Muskelaufbau können durch ungleichmäßige Belastung entstehen, aber auch angeboren sein. So wie die meisten von uns Rechtshänder sind, haben Pferde auch eine gute und schlechte Seite. Man sollte also immer bemüht sein das Pferd geradezurichten.

Unterschiede im Knochenbau können vom Reiter natürlich nicht beeinflusst werden. Es ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, einem Osteopathen das Pferd vorzustellen. In manchen Fällen kann er Hilfe leisten.

 
   
   

 



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 12. November 2017 um 16:52 Uhr