Start Westernsättel Way Out West Equiflex oder Holzbaum?

Equiflex oder Holzbaum

 

Holzbaum

Qualitativ hochwertige Westernsättel werden seit hunderten von Jahren auf Holzbäumen aufgebaut. Diese bestehen aus 5 Teilen: den 2 Bars, der Fork, dem Cantle und dem meist aus Metall gefertigten Horn. Diese Einzelteile werden zusammengeschraubt und geklebt und danach mit Rohhaut (ungegerbtem Leder) oder einer Glasfieberschicht überzogen. Durch die Kombination dieser Materialien ergibt sich die ernorme Festigkeit der Bäume. Diese modulare Bauweise hat den Vorteil, dass man z.B. die Bars, die hauptsächlich für die Passform der Sättel verantwortlich sind, mit mehreren Forks und Cantles kombinieren kann. Außerdem werden die Einzelteile kopiergefräst und sind dadurch recht einfach in Variationen herstellbar. Es gibt daher eine große Anzahl verschiedener Passformen für die unterschiedlichen Pferderück

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Ralide-Baum

Ein ebenfalls starrer Baum ist der Ralide-Tree. Hierbei handelt es sich um einen Kunststoffbaum der hauptsächlich in preiswertere Sattelmodelle eingebaut wird. Nachteile der Ralidebäume sind geringere Festigkeiten der Besfestigungspunkte am Baum und die Tatsache, daß diese Bäume in einem Stück in Metallformen gegossen werden. Dies senkt zwar den Preis der Fertigung, verhindeert aber die Produktion von vielen verschiedenen Pasformen, da diese Metallformen sehr teuer sind.

 

Equiflex-Baum

Der Equiflex-Baum ist ein Westernsattelbaum, der eine leichte Flexibilität besitzt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass heute fast alle Englisch-, Wanderreit-, Distanz und Barocksättel einen mehr oder weniger flexiblen Baum besitzten

Fork und Cantle sind auch hier aus Holz, also starr. Der mittlere Teil (beim normalen Westernsattel die Bars) besteht aus einem speziellen, leicht flexiblen Kunststoffmaterial. Dieser Kunststoff besitzt eine sogenannte verlangsamte Rückstellung. Er reagiert auf Verformung schneller und geht dann aber langsamer in seine Urform wieder zurück. Dies bewirkt dass der Baum sich der Bewegung des Pferderückens besser anpassen kann.

Fork und Cantle sind wie gesagt starr, die Flexibilität wirkt sich also nur auf Rock (Biegung in Längsrichtung) und Torsion (Verdrehung des Baumes, wenn z. B eine Schulter zurückkommt) aus. Die Flexibilität ist etwas temperaturabhängig, zwischen Reiter und Pferd wird aber sehr schnell die für die optimale Flexibilität notwendige Temperatur erreicht.

Nach unserer Meinung ersetzt diese Flexibilität nicht die korrekte Passform des Baumes. Auch ein flexibler Sattel muss genau passen. Die Flexibilität bedeutet mehr Komfort für Reiter und Pferd und die Gewichtshilfen des Reiters kommen etwas besser durch. (Die falschen natürlich auch).

Ein weiterer Vorteil der Equiflex Sättel ist die Tatsache, dass die Bars, da aus zähem Kunsstoff, nach unten dünner auslaufen können. Daher sitzt man mit den Oberschenkeln dichter am Pferd. Die Sitze der Sättel mit Equiflex-Bäumen werden als sehr angenehm empfunden.

 

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