Germany´s Finest Rider | Drucken |

 

WESTERN HORSE hat ein Event kreiiert, das den Schwerpunkt auf Harmonie, unsichtbare Hilfengebung und freudiges Mitmachen des Pferdes legt. Eine der Besonderheiten: Auch das Abreiten findet unter den Augen der Richter und des Publikums statt, und es fließt mit in die Bewertung ein! Die Pferde werden gesattelt in die Halle geführt, in der sich die Teilnehmer
bereithalten, aber dort nicht geritten. Dann werden sie in die Arena geführt und dort abgeritten, so dass die gesamte Vorbereitung observiert werden kann.
Eine weitere Besonderheit: Bei der letztendlichen Bewertung soll auch das Publikum per Applausmessung mit in die Bewertung einbezogen werden. Um möglichst vielen eine Chance zu geben und nicht nur einigen wenigen Spezialisten, wird diese Show als Kür geritten, und die Teilnehmer sind frei in ihrer Auswahl der Manöver, die sie in ihre Kür einbauen. Sie müssen aber wenigstens sieben Übungsteile verwenden von den folgenden 14:


1. Große schnelle und kleine langsame Galoppzirkel
2. Fliegende Galoppwechsel auf jeder Hand
3. Angaloppieren aus dem Stand
4. Spins in beide Richtungen
5. Galopp-Pirouetten in beide Richtungen
6. Schritt-Traversalen in beide Richtungen
7. Trab-Traversalen in beide Richtungen
8. Galopp-Traversalen in beide Richtungen
9. Traversal-Diagonalen in beide Richtungen
10. Parade aus dem Galopp in den Trab
11. Sliding Stop
12. Rollbacks in beide Richtungen
13. Back up
14. Deutliche Tempounterschiede im Trab

Es muss wenigstens ein Tempo-Manöver dabei sein, also große schnelle Galoppzirkel, eine schnelle Galoppgerade oder ein Rundown mit Stop. Außerdem ist ein Backup Pflicht.

Bewertet wird in erster Linie, inwieweit die Kür vollendet präsentiert wird. Der Schwierigkeitsgrad einer Vorstellung kann natürlich nicht unberücksichtigt bleiben, aber wer seinem Pferd schwierigere Lektionen zumutet und diese nicht elegant hinbekommt oder bei ihm Widerstreben oder Unmutserscheinungen hervorruft, der wird schlechter bewertet als jemand, dessen Darbietung harmonisch ist und der die Leistungsfähigkeit bzw. den Ausbildungsstand seines Pferdes richtig eingeschätzt hat und ihm nicht mehr abverlangt, als es mit unsichtbaren Hilfen komfortabel und freudig ausführen kann. Die Kür soll fünf Minuten nicht überschreiten. Es wird nicht nur das Pferd bewertet, sondern ähnlich einer Horsemanship auch der Reiter, sein Sitz und seine Einwirkungen.

Eine unsichtbare Hilfengebung ist also das Ideal, ganz dem klassischen Reiten entsprechend.
Dreijährige Pferde können mit Hackamore oder Snaffle Bit geritten werden, vierjährige mit Hackamore, Snaffle Bit oder Two-Rein,fünfjährige einhändig mit Two-Rein oder Bit, sechsjährige und ältere Pferde mit Bit. Einhändiges Reiten älterer Pferde mit Snaffle oder Hackamore ist möglich, auf jeden Fall aber mit höchstens einem Finger zwischen den Zügeln. Wer mit Spade Bit reitet, muss Ketten an den Romal Reins haben, Spade Bits und Halfbreed Bits sollen nur mit Romal Reins geritten werden, andere Bits hingegen nur mit Split Reins. Romal Reins müssen NICHT von unten nach oben durch die Zügelfaust laufen, sondern können durchaus auch wie Split Reins gehalten werden (s. Abb.).
Hilfszügel und Mouth Shutter sind nicht erlaubt. Leg Boots können nach Belieben verwendet werden.

Der Sieger gewinnt einen Trophy-Sattel von Way Out West. Der Reserve Champion gewinnt ein paar handgearbeitete Vitallo Boots der Firma Hackner. Weitere Sachpreise sind ein handgearbeiteter Bit von Siering "US Bitmaker",
Compuer-Pferderückenvermessungen mit dem neuen, patentierten System EquiScan der Firma Rieser (Wert je etwa 150 Euro), sowie weitere Geld- und Sachpreise.

Das Publikum wird in die Bewertung mit einbezogen. Bei den drei besten von den Richtern Placierten soll es einen Applaus-Check geben, der den Ausschlag gibt, wenn die Bewertungen durch die Richter eng beieinanderliegen sollten. Als Richterin hat sich dankenswerterweise Anja Beran bereiterklärt, diese Veranstaltung zu unterstützen, neben Hardy Oelke als Westernreiter. Anja Beran kommt aus der Klassischen Dressur nicht aus der herkömmlichen
Sportdressur, sondern aus der Klassischen Dressur und hat sich einen Namen gemacht auf dem Gebiet. Sie ist bekannt für ihr feines Reiten und für ihren idealistischen Einsatz für die Werte wahren Klassischen Dressur. Ihre Bücher “Aus Respekt!“und “Die feine Dressur“ wurden auch aus dieser Intention heraus geschrieben. Sie hat auf dem Gut Rosenhof im bayerischen Rudratsried ihr Domizil, wo sie auch die Anja-Beran-Stiftung zur Förderung der Klassischen Dressur leitet.


WayOutWest Turnier